…und doch ist noch keiner eingezogen
Nachdem im Frühjahr immer wieder einzelne Störche bei uns Rast gemacht hatten, waren wir uns sicher: Wir müssen unbedingt eine Nisthilfe bauen – in der Hoffnung, dass sich eines Tages ein Storchenpaar bei uns ansiedelt.
In Düshorn gibt es bereits ein Nest, das seit vielen Jahren von einem Paar bewohnt wird, das dort regelmäßig seine Küken großzieht. Man geht davon aus, dass junge Störche nach etwa vier Jahren in ihren Überwinterungsgebieten geschlechtsreif zurückkehren und sich möglichst in der Nähe ihres Geburtsortes niederlassen möchten.
Schnell war auf der NABU-Seite eine passende Bauanleitung gefunden und schon konnte es losgehen. Auf unserem restaurierten Hof hatten wir vor Jahren einen alten Heuwender mit großen Stahlrädern entdeckt, für den wir bislang keine Verwendung gefunden hatten. Das Rad erwies sich als perfekte Grundlage für das Nest. Axel schweißte rund 25 Zentimeter lange Eisenstangen daran und mit der ersten Ernte unserer Weidenruten – die wir vor sechs Jahren als Einfriedung unseres Grundstücks gepflanzt hatten – konnte ich das Nest zwischen den Speichen und entlang des Randes flechten.
Nachdem Axel einen Lärchenstamm besorgt hatte, ging es an das Fundament. Der Standort war schnell gefunden: am Rand unserer Feldhecke, die wir 2020 mit Unterstützung der Naturschutzstiftung Heidekreis als neuen Lebensraum für Vögel und Kleintiere angelegt hatten. Hier gab es ausreichend Platz für eine freie Einflugschneise zum Starten und Landen.
Am 15. März 2026 wurde die Nisthilfe gemeinsam mit unseren Nachbarn aufgestellt. Und was sollen wir sagen? Bereits am 17. März hörten wir das erste Klappern im Nest. Wahnsinn!
Von diesem Tag an gab es unzählige Sichtungen. Eigentlich bekamen wir kaum noch etwas erledigt, weil unsere Blicke ständig zum Himmel wanderten. Immer wieder kamen Störche vorbei, begutachteten das Nest, probierten es aus und dekorierten sogar schon ein wenig um. Doch die Interessenten vertrieben sich gegenseitig – und am Ende blieb keiner.
Warum nur? Auf Nachfrage gab uns Storchenexperte Udo Hilfers den Rat, das Nest mit noch mehr Hackschnitzeln und Heu auszustatten. Störche mögen schließlich eine gemütliche „Matratze“. Also rüsteten wir am Ostersamstag auf dem “kleinen Dienstweg” nach: Mit Hilfe des ortsansässigen Hubsteigers der Firma Seyer-Carstens wurde das Nest entsprechend ausgestattet.
In den folgenden Wochen konnten wir die schönsten “Flugshows” beobachten und viele beeindruckende Fotos machen. Deshalb sind wir überzeugt, dass es im nächsten Jahr mit einem Einzug klappt. Udo Hilfers versicherte uns, dass die Störche in diesem Jahr die Lage genau geprüft hätten und das Nest nun sicher in ihrem „Storchen-Google-Maps“ verzeichnet sei. Also drücken wir uns allen für 2027 die Daumen!
Hier seht ihr unsere schönsten Schnappschüsse…
















































